|
|
|
Torriana,
Montebello und Poggio Berni
In diesen Orten, die nur wenige Minuten Fahrtzeit
von Rimini, Santarcangelo und Verucchio entfernt sind, hat die Geschichte
beeindruckende Spuren hinterlassen, das Mittelalter lebt hier in
unvergleichlichen Bauwerken weiter. In Poggio Berni befindet sich
der äußerst bemerkenswerte, befestigte Palazzo Marcosanti,
der “Tomba di Poggio Berni” (dt. Ehrenmal von Poggio
Berni) genannt wird. Der Palazzo, besticht durch die strenge und
solide Architektur der Malatesta-Zeit (14-15. Jahrhundert). Unübersehbar
sind die beiden Spitzbogenportale, das eine ist aus Istrischem Gestein,
das andere aus Backstein gebaut. Nur selten findet man so gut erhaltene
Wohngebäude dieser Art.
Wer nach Torriana gelangen will, muß auf eine der für
das Marecchiatal charakteristischen felsigen Anhöhen fahren.
Der Weiler stand auf Grund seiner strategisch günstigen Position,
die für die Kontrolle über das ganze Tal von entscheidendem
Wert ist, im Mittelpunkt der erbitterten Kämpfe zwischen den
Malatesta und den Herzogen von Montefeltro.
Von den Festungen sind auf zwei Hügeln Ruinen
geblieben - man nennt sie “Castello” (dt. Schloß)
und “Torre” (dt. Turm). Vom Schloß sind der Eingang
Teile der Mauern, die restaurierten runden Basteien, eine Zisterne
und Überreste der Befestigungsanlage erhalten. Auf dem anderen
Hügel steht die Ruine eines Turms mit quadratischem Grundriß.
Im Gemeindebezirk von Torriana liegt auch Montebello, dieser Ort
erhebt sich - wie viele in dieser Gegend - auf einem steilen Fels,
der
das gesamte Landschaftsbild beherrscht. In diesem im Grün des
Tales eingebetteten Weiler sind noch heute alle Elemente des mittelalterlichen
Stadtbaus unverändert erhalten. Er wird besonders seiner außerordentlichen
Beschaulichkeit, der allgemeinen Atmosphäre des Ortes und der
herrlichen Aussicht wegen hochgeschätzt. Nach Durchschreiten
des Stadttores sollte man zuerst einen Runggang durch die Gassen
machen und dann zur Festung hinaufsteigen. Die Burg gehörte
bereits 1186 den Malatesta, dann den Herzogen von Montefeltro (1393),
1438 fiel sie wieder den Malatesta zu und zuguter Letzt den Grafen
Guidi di Bagno (im Jahre 1480), in deren Besitz sich die Festung
auch heute noch befindet.
Die Burg, die man nach Absprache mit dem Pförtner
besichtigen kann, besitzt einen Innenhof in dem sich die beiden
Teile, aus denen sich das Gebäude zusammensetzt, deutlich erkennen
lassen- im älteren ist die ursprüngliche Struktur des
Wehrbaus erhalten, der neuere hingegen wurde im Laufe der Zeit seiner
Funktion als Wohngebäude angepaßt. Unter Montebello,
in Richtung Marecchiafluß, liegt ein weiteres wahrlich märchenhaftes
Fleckchen - ein Fels aus Kreidegestein fast in der Mitte des Flusses,
auf dem sich Turm und Kirche der “Madonna di Saiano”
erheben. Wer ganz hinauf will, muß zu Full gehen, doch die
Mühe lohnt sich.
|
|
|